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Historische Semiotik als textwissenschaftliches Erkenntnisinstrumentarium der (anthropozentrischen) Geschichtswissenschaft

Exzellenzinitiative 2025

Grigori Khislavski

ISBN 978-3-8325-6049-2
818 Seiten, Erscheinungsjahr: 2026
Preis: 71.00 €
https://doi.org/10.30819/6049
PDF – OpenAccess

Historische Semiotik stellt einen zeichen-, wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Ansatz dar, der die herkömmliche historische Hermeneutik zu einer Textwissenschaft weiterentwickelt. Dabei wird Geschichte als eine im Dialog mit Linguistik stehende Wissenschaft modelliert, die auf einem komplexen Theoriefundament fußt und über einen wissenschaftlichen Begriffsapparat jenseits der Alltagssprache bzw. Sprache der Quellen verfügt. Dadurch entspricht Historische Semiotik einer Geschichtswissenschaft im wissenschaftstheoretischen Sinne.

Das empirische Material, an dem die Historische Semiotik erprobt wird, deckt Byzantinistik und Mediävistik ab, umfasst aber auch neuzeitliche bzw. zeithistorische Daten. Thematisch befasst sich die Historische Semiotik in diesem Buch mit dem Phänomen der Judenfeindschaft und den zugehörigen Begriffen Antijudaismus und Antisemitismus. Dabei werden diverse Forschungsansätze aus unterschiedlichen Disziplinen hinterfragt, korrigiert und teilweise revidiert. Folglich leistet die Historische Semiotik einen Beitrag zur Szientifizierung von Geschichte, deren Vereinnahmung für politische Diskurse etwa der Neuen Rechten dadurch erschwert werden soll. Ferner leistet sie einen Beitrag zur interdisziplinären Antisemitismusforschung.

Inhaltsverzeichnis (PDF)

Leseprobe (PDF)

Keywords:

  • Erkenntnistheorie
  • Zeichentheorie
  • Sprachwissenschaft
  • Geschichtswissenschaft
  • Religionswissenschaft

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