
Sozialpsychiatrie in Berlin 1945—2023
Christian Reumschüssel-Wienert
ISBN 978-3-8325-5892-5
449 Seiten, Erscheinungsjahr: 2025
Preis: 49.00 €
Sozialpsychiatrie in Berlin 1945—2023
Rezension: "Acht Jahrzehnte aufregende und komplexe, ja durchaus umstür
zende Entwicklung psychiatrischer Versorgung mit der welt
politisch geprägten, einzigartigen Geschichte der Stadt Berlin
von 1945 bis 2023 zu verknüpfen, ist ein anspruchsvolles, mutiges
Vorhaben. Christian Reumschüssel Wienert (CRW) hat sich dieser
großen Aufgabe gestellt. Mit dem vorliegenden Buch ist ihm
ein bemerkenswerter zeitgeschichtlicher wie fachpsychiatrischer
Bericht gelungen.." Dr. Norbert Mönter, Berlin, In: PSYCHOSOZIALE UMSCHAU 04 2025, S. 46 Inhalt: Mit diesem Band liegt zum ersten Mal eine integrierte Geschichte der Berliner Sozialpsychiatrie von den Anfängen nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart vor. Reumschüssel-Wienert dokumentiert die Entwicklungen in Ost- und West-Berlin bis zur Wende und anschließend im wiedervereinigten Berlin — sowohl im klinisch-stationären und ambulanten Bereich der medizinischen Behandlung als auch im außerklinischen Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der frei-gemeinnützigen Versorgung. Dabei ergeben sich überraschende Ergebnisse: Obwohl die Entwicklungen in Ost- und West-Berlin in verschiedenen gesellschaftlichen sozio-ökonomischen Kontexten stattfanden, existierten bis Ende der 1970er Jahre einige Gemeinsamkeiten in der Psychiatrie, die 1990 zusammengeführt wurden.
Ausführlich werden die großen Reformen der Berliner Sozialpsychiatrie in den 1990er und 2000er Jahren dargestellt, in deren Folge fünf psychiatrische Kliniken geschlossen wurden und erstmals ein landesweites Psychiatriebudget für den außerklinischen Bereich implementiert. Enstanden ist ein außerklinisches Netz von Einrichtungen und Diensten, das eine personenzentrierte, regionale Versorgungsverpflichtung und regional-partizipative Steuerungsformen beinhaltet.








