Kulturelle Identität in Italien. Theoriebildung und literarische Popkultur zwischen nationaler Konstruktion, Europäischer Integration und Globalisierung

Trenn - Striche / Binde - Striche: Beiträge zur Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 2

Albert Drews
ISBN 978-3-8325-1190-6
467 Seiten, Erscheinungsjahr: 2006
Preis: 42.00 EUR

Stichworte/keywords: Italien , Kultur , Popliteratur , Europa , Globalisierung

Rezension: "Die Studie von Albert Drews bietet eine unglaubliche Menge an Materialien. Gerade hier liegt ihr 'Mehrwert', denn die vom Verfasser gesichteten und ausgewerteten Studien zum Nationalbegriff in Italien sind in dieser Ausführlichkeit bislang noch nicht zusammengestellt und diskutiert worden."
Sabine Schrader in:Italienisch. Zeitschrift für italienische Sprache und Literatur, Nov/2007, S.136 ff.

Zum Inhalt Der Band entwickelt einen kulturwissenschaftlichen, auf Gramscis Hegemonie-Theorie basierenden Ansatz zur Untersuchung kultureller Identität im gegenwärtigen Italien. Im Kontext von Globalisierung und Europäisierung wird aus einer anti-essentialistischen Perspektive hinterfragt, welche Vorstellungen von Identität in den aktuellen sozialwissenschaftlichen, kulturanthropologischen und literaturwissenschaftlichen Debatten zu finden sind.

Einen zweiten Schwerpunkt stellt die Analyse von Texten der italienischen Gegenwartsliteratur dar. Hier hat sich in den letzten Jahren ein Paradigma ausgebildet, dass sich als literarische Popkultur beschreiben lässt. Exemplarisch wird an Niccolò Ammanitis Roman "Ti prendo e ti porto via" und an Enrico Brizzis "Elogio di Oscar Firmian e del suo impeccabile stile" vorgeführt, wie sich kulturelle Identitätskonstrukte in der globalisierten Medienkultur erzähltechnisch niederschlagen.

Die Methodik, die hier zur Anwendung kommt, macht die Relevanz kulturwissenschaftlicher Konzepte deutlich. Es wird gezeigt, dass aus philologischer Perspektive ein Beitrag zur Erforschung gesellschaftsbildender Phänomene geleistet werden kann, der sich interdisziplinär als anschlussfähig erweist. In diesem Sinne wirbt die Arbeit ausdrücklich für eine kulturwissenschaftliche Ausrichtung der Romanischen Philologie.

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